Perspektive aus Jerusalem

Perspektive aus Jerusalem befasst sich mit den schwer zu verstehenden Worten Jesu in den Evangelien Matthäus, Markus und Lukas. Diese sind auch als synoptische Evangelien bekannt. Die auf diesen Seiten veröffentlichten Artikel stammen von Gelehrten der Jerusalemer Schule für Synoptische Forschung (Jerusalem School of Synoptic Research).

Mit ihren hervorragenden Kenntnissen der biblischen Sprachen - Hebräisch, Aramäisch und Griechisch - sowie der Hintergründe der Zeit des Zweiten Tempels, tragen sie sehr viel zum Verständnis bei und decken Zusammenhänge auf. Überall auf der Welt ist diese Arbeit mittlerweile geschätzt und anerkannt und ist ein großer Segen.

Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass geisterfüllte Männer Gottes mit Juden zusammen an den Evangelien arbeiten, um besonders der Herausforderung der historisch-kritischen Theologie zu begegnen. Diese Arbeit gilt besonders Gemeindeleitern und solchen, die tiefer in Gottes Wort eindringen und die Sprache jener Zeit verstehen möchten.

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Kein Raum in der Herberge
Betlehem wird in der rabbinischen Literatur kaum erwähnt. Zu der Zeit Jesu war es wahrscheinlich ein kleines Dorf mit ein paar Hundert Einwohnern und hatte darum auch nur eine Herberge. Die typische Herberge in solch einer kleinen Siedlung hatte einen Raum ohne eine Abtrennung für Männer und Frauen. Die Gäste mussten sich jedoch nicht vor einem gemischten Publikum umziehen, da sie in ihrer Kleidung schliefen. Mehr von Shmuel Safraï.
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Zwischen den Zeiten (I)
Seit den Tagen der Apostel gibt es unter den Christen ein Gefühl "zwischen den Zeiten" zu leben, d.h. zwischen der ersten Ankunft Jesu und seiner Wiederkunft. Der Apostel Paulus erzählte den Gläubigen in Korinth dass, wenn sie sich zur Gemeinschaft versammelten, sie sich an das erste Kommen Jesu erinnerten und "des Herrn Tod proklamierten bis er kommt" (1. Kor. 11,26). Sie sollten zurückblicken auf die Zeit, in der er auf den Straßen Israels wandelte, viele als seine Jünger zu sich rief, eine mächtige Bewegung initiierte, die er Himmelreich nannte, und schließlich starb und von den Toten auferstand. Mehr von David Bivin.
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Inspiration, Geschichte und Bibelübersetzung
Was für eine Art Buch ist die Bibel? Sie beansprucht für sich, dass sie durch Gott inspiriert wurde, aber was bedeutet das für Forscher, für Bibelübersetzer und für den Gläubigen generell? Randall Buth weiss mehr.
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Die Jesaja-Rolle aus Qumran
1947 hat ein Beduinenhirte, der eine entlaufene Ziege suchte, die Schriftrollen des Jesaja gefunden. Aler er sie mit Steinwürfen aus einer der Höhlen jagen wollte, hörte er es scheppern. Damit entdeckte er die Schriftrollen, die in Tonkrügen aufbewahrt wurden und offenbar unversehrt die Jahrtausende überstanden hatten. Das Israel Museum bietet die einzigartige Möglichkeit an, sie nun in digitalisierter Form im Internet zu lesen.
The Dorot Foundation Dead Sea Scrolls Information and Study Center
Sechs Wassergefässe aus Stein
Steingefäße waren zwischen dem ersten Jahrhundert v. Chr. und dem ersten Jahrhundert n. Chr. In Isarel mehr als zu anderen Zeiten in Hülle und Fülle vorhanden. Mehr darüber in einem Artikel von Ronny Reich.
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Die Lehre Bileams
Der Text aus Offenbarung 2,12-16 bietet dem christlichen Leser eine besondere Gelegenheit, sich mit der jüdischen Auslegekunst alttestamentlicher Texte im 1 Jh. vertraut zu machen. Mehr dazu von Steven Notley.
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Jeschuah, Jeschua - Rettung, Jesus
Die Wurzel des Wortes jeschuah, Rettung, Heil, Erlösung, besteht aus den drei Buchstaben j-sch-'a. Sie begegnet uns im AT mehr als 350 Mal, nur acht Mal im Pentateuch (abgesehen von den poetischen Teilen darin), jedoch 20 Mal bei Josua, 40 Mal bei Samuel, fast 140 Mal in den Psalmen und 100 Mal bei den Propheten. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Eigennamen wie Josua (Jehoschua), Jesaja (Jeschajahu), Hosea (Hoscheah), Elisa (Elischah), Jeschua (Neh 12.10) und in dem bekannten Wort Hosianna, das wir im abendländischen Kulturkreis in unseren Liedern gern als Siegesruf gebrauchen. Mehr dazu von Horst Krüger.
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Der Sabbath ist für den Menschen
In dem Artikel klärt R. Steven Notley, dass der Sabbath für den Menschen geschaffen wurde und nicht umgekehrt und warum es so wichtig ist, heute einen Ruhetag einzulegen.
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Die Decke über Israel und den Nationen
In einem neuen Buch wirft Horst Krüger einen neuen Blick auf Römer Kapitel 9 bis 11. Das Buch ist ab 16. März 2006 für EUR 9,95 verfügbar.
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Perspektive aus Jerusalem

Jerusalemer Schule für Synoptische Forschung
Sie ist ein Zusammenschluss von jüdischen und christlichen Gelehrten, die es sich zur Aufgabe egmacht haben, die synoptischen Evangelien (Mattäus, Markus und Lukas) im Kontext von Sprache, Land und Kultur, in denen Jesus von Nazareth lebte zu erforschen. Ihre Arbeit bestätigt, dass Jesus ein organischer Teil der vielschichtigen sozialen und religiösen Landscahft der jüdischen Periode des Zweiten tempels war, der wie andere Gelehrte seiner Zeit, in der hebräischen Sprache lehrte und die speziellen Lehrmethoden seiner Zeit anwandtem um grundlegende jüdische theologische Konzepte darzulegen.

Die Gelehrten der Schule glauben, dass Jesu Worte und Taten zunächst in der hebräischen Sprache wiedergegeben wurden und dass durch ein sorgfältiges sprachliches und vergleichendes Studium ein grosser Teil der ursprünglichen synoptischen Tradition aus den griechischen Texten der synoptischen Evangleien wiedergewonnen werden kann.

Die Schule besteht in der heutigen From seit 1985, nahm aber ihre Arbeit bereits zwei Jahrzente zuvor unter der Leitung von Dr. Robert Lindsey gemeinsam mit Prof. David Flusser auf. Direktor ist David Bivin.

Hebräisch
Hebräisch ist eine der ältesten Sprachen, die heute fast genauso gesprochen und geschrieben wird wie vor über zweitausend Jahren. Die Wiederauferstehung des Hebräischen als gesprochene Sprache im 19. Jahrhundert kann beinahe alleine den Anstrengungen eines Mannes zu verdanken sein: Eliezer ben Yehudah. Heute sprechen mehr als 3 Millionen Menschen Hebräisch als Muttersprache, Adoptivsprache und als religiöse Sprache.

Das Hebräische Alphabet aus 22 Buchstaben (5 davon haben eine andere Form, wenn sie am Ende eines Wortes auftauchen) beinhaltet nur Konsonanten. Die Sprache wird von rechts nach links ohne Vokale geschrieben. Etwa im 8. Jahrhundert wurde daher ein System entwickelt, das Vokale angibt durch die Verwendung von kleinen Punkten und Strichen unter- und oberhalb der Konsonanten. Diese Zeichen werden heute immer noch verwendet, sind aber auf Schulbücher, Gebetsbücher und Bücher für Ausländer beschränkt. Zeitungen, Zeitschriften und allgemeine Literatur verzichtet darauf.

Sprachfamilie
Familie: Afro-Asiatisch (Hamito-Semitisch)
Untergruppe: Semitisch
Zweig: Kanaanitisch

Sprachräume
Israel, USA

Aramäisch
Eine der semitischen Sprachen, war Aramäisch eine internationale Sprache im Nahen Osten seit dem 7. Jahrhundert v.Chr. und war eine der bedeutendsten Sprachen des grossen Persischen Reichs vom 6. bis 4. Jahrhundert. Syrisch, eine spätere Form des Aramäischen, war die Hauptsprache des Landes zwischen dem Römischen und des Parthischen Reichs. Beide Sprachen waren bedeutende religiöse Sprachen. Aramäisch hat bis heute als lebendige Sprache überlebt. Moderne Dialekte des Aramäischen werden durch Minderheiten im Irak, Türkei, Iran und Syrien gesprochen.

Sprachfamilie
Familie: Afro-Asiatisch (Hamito-Semitisch)
Untergruppe: Semitisch
Zweig: Aramäisch

Sprachräume
Syrien, Türkei

Griechisch
Griechisch, die erste grosse Sprache der Westlichen Zivilisation, wird oft als das effektivste und meistbewunderte Mittel der Kommunikation bezeichnet. Mit ihrer strukturellen und konzeptionellen Klarheit, verbunden mit einer scheinbar unendlichen Vielfalt an Ausdrücken, ist sie sowohl dem strengen Denker als auch dem inspirierten Poeten gleichermassen von ausserordentlicher Hilfe.

Das griechische Alphabet, eine Adaptation des Phönizischen, datiert etwa aus dem Jahre 1000 v.Chr. Es war das erste Alphabet, das Buchstaben für Vokale verwendete, im Gegensatz zu den Semitischen Alphabeten, die nur Konsonanten hatten. Wie die Semitischen Alphabete auch, wurde es am Anfang von rechts nach links geschrieben, dann  abwechselnd in Zeilen von rechts nach links und von links nach rechts, und zuletzt in der heutigen Form von links nach rechts.

Heutiges Griechisch wird durch etwa 10 Millionen Menschen gesprochen, davon etwa 500.000 auf Zypern.

Sprachfamilie
Familie: Hellenisch

Sprachräume
Griechenland, Zypern

Synoptische Evangelien
Die Evangelien Matthäus, Markus und Lukas werden auch als Synoptische Evangelien bezeichnet, da sie wegen ihrer Ähnlichkeit einen zusammenhängenden Überblick zulassen.

Das Wort synoptisch ist griechischen Ursprungs (synoptikós) und bedeutet 'was mit einem Augenschlag mehrere Dinge erreicht'.